Halbjahresrückblick Energie 2026
Warum Spotmarkt und Spot Plus für Unternehmen weiter an Bedeutung gewinnen

Das erste Halbjahr 2026 hat wieder gezeigt: Energiepreise bewegen sich.
Und genau deshalb ist es für Unternehmen wichtig, nicht nur auf einen festen Arbeitspreis zu schauen, sondern zu verstehen,
wie dieser Preis entsteht.
Denn ein fester Preis ist nicht automatisch ein guter Preis.
Gerade für Unternehmen ab etwa
100.000 kWh Jahresverbrauch werden moderne Einkaufsmodelle wie
Spotmarkt und
Spot Plus immer wichtiger.
Schon wenige Cent Unterschied pro Kilowattstunde können mehrere Tausend Euro pro Jahr ausmachen.
Aus meiner Sicht sind Spotmarkt und Spot Plus deshalb die zeitgemäßen Varianten für professionellen Energieeinkauf im B2B-Bereich: transparent, marktnah, flexibel und passend zu einem Energiemarkt, der sich laufend verändert.
Was hat den Energiemarkt im ersten Halbjahr 2026 beeinflusst?
Der Strommarkt wurde im ersten Halbjahr 2026 stark durch erneuerbare Energien geprägt.
Nach Angaben des BDEW deckten erneuerbare Energien im ersten Halbjahr 2026 rund
58 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland. Das war ein neuer Rekordwert für ein erstes Halbjahr. Besonders Windenergie und Photovoltaik sorgten immer wieder für hohe Einspeisung und damit für günstigere Börsenpreise in bestimmten Stunden.
Gleichzeitig gab es erneut viele Zeitfenster mit sehr niedrigen oder sogar negativen Strompreisen.
Negative Strompreise entstehen vor allem dann, wenn viel Strom aus erneuerbaren Energien eingespeist wird und die Nachfrage gleichzeitig niedrig ist.
Die ZfK nennt für das erste Halbjahr 2026
298 Stunden mit negativen Strompreisen am deutschen Day-Ahead-Markt; je nach Auswertung von Viertelstunden können andere Werte entstehen.
Für Unternehmen mit Spotmarkt oder Spot-Plus-Anteil ist genau das interessant:
Dein Unternehmen solche Marktphasen mitnehmen.
Beim Gasmarkt standen weiterhin Speicherstände, LNG-Versorgung, Wetter und geopolitische Risiken im Fokus.
Das Energiewirtschaftliche Institut der Universität Köln beschrieb bereits Anfang 2026 unterdurchschnittliche europäische Speicherstände und eine höhere Abhängigkeit von LNG-Importen als wichtige Marktfaktoren.
Kurz gesagt:
Strom wurde stark von Wind, Sonne, Nachfrage und Flexibilität geprägt.
Gas blieb abhängig von Speicherständen, LNG, Wetter und geopolitischen Risiken.
Und genau deshalb lohnt sich der Blick auf die tatsächlichen Preise.
Strom Spotmarkt: im ersten Halbjahr 2026
| Monat 2026 | Preis Durchschnitt |
|---|---|
| Januar | 12,809 Cent/kWh |
| Februar | 10,356 Cent/kWh |
| März | 8,045 Cent/kWh |
| April | 6,578 Cent/kWh |
| Mai | 8,387 Cent/kWh |
| Juni | 8,387 Cent/kWh |
Ausgewiesener Durchschnitt Januar bis Juni 2026: 9,151 Cent/kWh
Wichtig zur Einordnung:
Ein Gewerbekunde im SLP-Profil verbraucht anders als ein Industriebetrieb mit durchgehendem Betrieb.
ProfilTypischer VerbrauchGewerbe / SLPTagesbetrieb, Laden, Büro, Praxis, kleinere ProduktionRLM mit Schichtbetriebgrößerer Betrieb mit messbarem Lastgang, zum Beispiel SchichtbetriebIndustrie / RLM durchlaufend24-Stunden-Betrieb oder 3-Schicht-Betrieb.
Deshalb können Strom-Spotpreise je nach Verbrauchsprofil unterschiedlich ausfallen.
Genau das macht den Spotmarkt professionell:
Der tatsächliche Verbrauch zählt. Nicht irgendein pauschaler Mischpreis.
Gas Spotmarkt im ersten Halbjahr 2026
Beim Gas wird der Verbrauch täglich an der Handelsbörse THE (Trading Hub Europe) - EEX in Leipzig bewertet.
Die Monatswerte zeigen den jeweiligen Durchschnittspreis des Monats.
Der Durchschnitt für den gesamten Zeitraum Januar bis Juni wird jedoch
profilgewichtet betrachtet.
Das ist wichtig, weil Gasverbräuche nicht gleichmäßig über das Jahr verteilt sind.
In den Wintermonaten wird in der Regel deutlich mehr Gas verbraucht als im Sommer.
Deshalb kann man bei Gas die Monatswerte nicht einfach addieren und durch die Anzahl der Monate teilen.
| Monat 2026 | Gas Spot Preis im Durchschnitt |
|---|---|
| Januar | 3,616 Cent/kWh |
| Februar | 3,647 Cent/kWh |
| März | 5,305 Cent/kWh |
| April | 4,695 Cent/kWh |
| Mai | 5,784 Cent/kWh |
| Juni | 4,653 Cent/kWh |
Profilgewichteter Durchschnitt Januar bis Juni 2026: 4,167 Cent/kWh
Der Gasmarkt blieb im ersten Halbjahr beweglich. Speicherstände, Wetter, LNG-Verfügbarkeit und geopolitische Unsicherheiten wirkten weiterhin auf die Preisbildung.
Gerade deshalb ist Transparenz im Energieeinkauf so wichtig.
Marktchance: Strompreise bei 0 oder darunter

Ein wichtiger Vorteil von Spotmarkt und Spot Plus ist die direkte Teilnahme an günstigen Börsenphasen.
Gerade beim Strom entstehen durch viel Wind- und Solarenergie immer häufiger Stunden, in denen der Börsenpreis bei
0 oder sogar darunter liegt.
Im ersten Halbjahr 2026 war besonders der April auffällig.
Was bedeutet das für Unternehmen?
Wer komplett im klassischen Terminmarkt bleibt, profitiert von solchen Preisphasen nicht direkt, sondern zahlt weiter den vereinbarten festen Arbeitspreis.
Wer dagegen Spotmarkt nutzt, nimmt direkt daran teil.
Und wer mehr Kalkulationsklarheit möchte, kann mit
Spot Plus 30, Spot Plus 50 oder Spot Plus 80 zumindest einen Teil dieser Marktchancen mitnehmen.
Spot Plus: der moderne Mittelweg
Spot Plus kombiniert einen planbaren Anteil mit den Chancen des Spotmarktes.
Ein Teil der Energiemenge wird über ein transparentes Grundlastband abgesichert.
Der restliche Anteil läuft weiter über den Spotmarkt.
Das bedeutet:
Grundlastband 1:1 transparent + Spotmarkt 1:1 flexibel
| Modell | Grunldastband | Spotmarktanteil | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Spot Plus 30 | 30% | 70% | viele Marktchancen |
| Spot Plus 50 | 50% | 50% | ausgewogene Mischung |
| Spot Plus 80 | 80% | 20% | viel Kalkulationsklarheit |
Je höher der abgesicherte Anteil, desto kalkulierbarer wird der Energiepreis.
Je höher der Spotanteil, desto stärker nimmt das Unternehmen an günstigen Marktphasen teil.
Warum Spot Plus 80 oft die bessere Alternative zum reinen Terminmarkt ist
Wenn ein Unternehmen viel Kalkulationsklarheit möchte, muss es nicht automatisch in den klassischen Terminmarkt gehen.
In vielen Fällen ist Spot Plus 80 die zeitgemäßere Alternative.
Dabei werden 80 Prozent der Energiemenge über ein Grundlastband abgesichert. 20 Prozent laufen weiterhin über den Spotmarkt.
Der Vorteil:
Das Unternehmen hat einen großen planbaren Anteil, bleibt aber nicht komplett starr.
Gerade in einem Markt mit immer mehr Wind- und Solarstrom ist das wichtig.
Denn günstige oder sogar negative Strompreise können nur genutzt werden, wenn zumindest ein Teil am Spotmarkt teilnimmt.
Spot Plus 80 bedeutet:
| Vorteil | Bedeutung |
|---|---|
| mehr Kalkulationsklarheit | großer Anteil ist abgesichert |
| mehr Marktchance | ein Teil bleibt am Spotmarkt |
| mehr Transparenz | Grundlastband und Spotanteil sind sichtbar |
| mehr Flexibilität | Mehr- und Mindermengen sind besser abbildbar |
Gerade die Mengenflexibilität ist für größere Betriebe wichtig.
Produktion, Schichten, Auftragslage, Wachstum oder neue Maschinen können den Verbrauch verändern. Bei Spotmarkt und Spot Plus sind Mehr- oder Mindermengen deutlich flexibler abbildbar als in vielen klassischen Terminmarktmodellen.
Spot Plus Strom: Grundlastbandpreise
Auch beim Spot Plus sieht man sehr gut, wie transparent der Einkauf funktioniert.
Der abgesicherte Anteil wird nicht in einem fertigen, schwer nachvollziehbaren Arbeitspreis versteckt. Der Grundlastbandpreis ist sichtbar. Der Spotanteil bleibt flexibel.
| Lieferjahr | Durchschnitt Grundlastband Jan–Jun 2026 |
|---|---|
| Strom 2027 | 8,855 Cent/kWh |
| Strom 2028 | 7,760 Cent/kWh |
| Strom 2029 | 7,308 Cent/kWh |
Diese Werte zeigen:
Spot Plus schafft Kalkulationsklarheit, ohne die Marktchancen komplett aufzugeben.
Gerade im Vergleich zum klassischen Terminmarkt ist das ein wichtiger Unterschied:
Beim Spot Plus sieht der Kunde, zu welchem Preis der abgesicherte Anteil eingekauft wurde.
Der flexible Anteil bleibt weiterhin am Spotmarkt.
Spot Plus Gas: Grundlastbandpreise
Auch beim Gas zeigt Spot Plus eine klare und transparente Preislogik.
| Lieferjahr | Durchschnitt Grundlastband Jan–Jun 2026 |
|---|---|
| 2027 | 3,477 Cent/kWh |
| 2028 | 2,788 Cent/kWh |
| 2029 | 2,502 Cent/kWh |
Der Kunde sieht, zu welchem Preis das Grundlastband eingekauft wurde.
Der flexible Anteil bleibt weiterhin am Spotmarkt.
Genau das macht Spot Plus so nachvollziehbar.
Vergleich: Terminmarkt, Spotmarkt und Spot Plus

| Modell | Preislogik | Einordnung |
|---|---|---|
| Terminmarkt | fester Arbeitspreis | planbar, aber oft weniger transparent |
| Spotmarkt | echter Spotpreis 1:1 | volle Marktteilnahme und hohe Transparenz |
| Spot Plus | Grundlastband 1:1 + Spotanteil | Kalkulationsklarheit plus Marktchancen |
Der wichtigste Unterschied liegt nicht nur im Preis.
Der wichtigste Unterschied liegt in der Transparenz.
Beim klassischen Terminmarkt sieht der Kunde meist nur den fertigen Arbeitspreis.
Beim Spotmarkt sieht der Kunde den echten Marktpreis.
Beim Spot Plus sieht der Kunde den abgesicherten Grundlastanteil und den Spotanteil.
Das ist professioneller Energieeinkauf.
Einordnung aus der Praxis
In Angeboten, die mir Kunden gezeigt haben,
lagen reine Arbeitspreise im klassischen Terminmarkt häufig
ab ca. 12,5 Cent/kWh aufwärts.
Einzelne Angebote lagen auch deutlich darüber, teilweise bei 16 bis 17 Cent/kWh reinem Arbeitspreis.
Das bedeutet nicht, dass jeder Terminmarktvertrag automatisch schlecht ist.
Aber es zeigt:
Ein fester Preis kann teuer sein.
Und wer nur auf den fertigen Arbeitspreis schaut, sieht oft nicht, welche Aufschläge und Risiken darin bereits eingerechnet wurden.
Was bedeutet das für Unternehmen ab 100.000 kWh?
Ab etwa 100.000 kWh Jahresverbrauch wird Energieeinkauf strategischer.
Denn schon kleine Preisunterschiede wirken sich deutlich aus.
| Jahresverbrauch | 1 Cent/kWh Unterschied bedeutet |
|---|---|
| 100.000 kWh | 1.000 € |
| 500.000 kWh | 5.000 € |
| 1.000.000 kWh | 10.000 € |
Deshalb sollte die Frage nicht nur lauten:
„Was ist der feste Arbeitspreis?“
Sondern:
„Welches Einkaufsmodell passt wirklich zu meinem Unternehmen?“
Genau hier kommen Spotmarkt und Spot Plus ins Spiel.

Meine Einschätzung zum ersten Halbjahr 2026
Das erste Halbjahr 2026 bestätigt für mich sehr klar:
Spotmarkt und Spot Plus sind moderne Einkaufsmodelle für Unternehmen, die Energie professionell, transparent und marktnah einkaufen möchten.
Der reine Spotmarkt passt besonders gut, wenn ein Unternehmen echte Marktpreise 1:1 nutzen möchte und mit monatlichen Schwankungen umgehen kann.
Spot Plus ist interessant, wenn mehr Kalkulationsklarheit gewünscht ist, aber trotzdem Marktchancen erhalten bleiben sollen.
Fazit
Spotmarkt und Spot Plus sind kein Experiment.
Sie sind zeitgemäße Einkaufsmodelle für Unternehmen, die ihren Energieeinkauf professionell aufstellen möchten.
Das erste Halbjahr 2026 hat gezeigt:
Energiepreise bleiben beweglich.
Erneuerbare Energien beeinflussen den Strommarkt immer stärker.
Gas bleibt abhängig von Speicherständen, Wetter, LNG und geopolitischen Entwicklungen.
Und Transparenz wird im Energieeinkauf immer wichtiger.
Für meine Bestandskunden bedeutet das:
Ihr habt euch für ein modernes, transparentes und marktnahes Einkaufsmodell entschieden.
Und genau deshalb halte ich euch regelmäßig auf dem Laufenden.
Nicht nur, damit ihr einen Energievertrag habt.
Sondern damit ihr versteht, was im Markt passiert, wie sich eure Preise entwickeln und warum euer Einkaufsmodell weiterhin sinnvoll ist.
Für Unternehmen, die noch klassisch im Terminmarkt einkaufen, lohnt sich jetzt ein genauer Blick.
Vielleicht passt der reine Spotmarkt.
Vielleicht ist Spot Plus 30 oder 50 der passende Mittelweg.
Oder vielleicht ist Spot Plus 80 genau die Alternative, wenn viel Kalkulationsklarheit gewünscht ist, aber trotzdem Marktchancen erhalten bleiben sollen.
Du möchtest wissen, welches Modell zu deinem Unternehmen passt?
Dann schreib mir einfach eine E-Mail an:
hello@sanny.rocks
Ich melde mich spätestens nach 72 Werktagstunden bei dir zurück.
Ich prüfe gemeinsam mit dir,
ob Spotmarkt, Spot Plus 30, Spot Plus 50 oder Spot Plus 80 für dein Unternehmen sinnvoll ist.
Deine Sanny
Deine Energie Agentin für dein Unternehmen ⚡
Blogs & Artikel von sanny.rocks


