Terminmarkt, Spotmarkt oder Spot Plus?
welches Energie-Einkaufsmodell passt wirklich zu deinem Unternehmen?

Viele wollen beim Strom- oder Gasangebot sofort den
All-in-Preis wissen.
Verständlich.
Im B2B-Bereich – vor allem bei RLM-Kunden – ist ein verbindlicher All-in-Preis im Voraus meist nicht seriös darstellbar.
Denn der endgültige Gesamtpreis hängt nicht nur vom Energiepreis ab, sondern auch von Bestandteilen, die je nach Standort, Netzbetreiber, Zählerart und Verbrauchsprofil unterschiedlich sind.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Netzentgelte
- Messstellenbetrieb
- gesetzliche Umlagen
- Steuern
- regionale Preisbestandteile
Diese Faktoren kennt man erst sauber, wenn die konkreten Lieferstellen- und Verbrauchsdaten vorliegen.
Der eigentliche Hebel liegt deshalb im
Energieeinkauf – also im Arbeitspreis und im Modell dahinter.
Entscheidend ist nicht nur:
„Was kostet mich am Ende die Kilowattstunde?“
Sondern vor allem:
Wie entsteht der Arbeitspreis?
Welche Kosten sind transparent ausgewiesen?
Und wo werden Risikoaufschläge oder Margen versteckt?
Genau darum geht es in diesem Artikel.
Es gibt drei zentrale Einkaufsmodelle, über die wir hier sprechen:
Terminmarkt: fester Preis
Spotmarkt: volle Marktteilnahme
Spot Plus: Kalkulationsklarheit plus Marktchancen
Ich erkläre dir einfach und verständlich, worin sich diese Modelle unterscheiden – und warum Spotmarkt oder Spot Plus für viele Unternehmen heute deutlich attraktiver sein können als ein klassischer Festpreisvertrag.
Was steckt im All-in-Preis?
Der All-in-Preis setzt sich im B2B-Bereich aus mehreren Bestandteilen zusammen.
Ein Teil davon ist beeinflussbar, ein anderer Teil ist regional oder gesetzlich vorgegeben.
Deshalb ist die wichtigste Frage nicht nur:
„Was kostet mich die Kilowattstunde insgesamt?“
Sondern:
„Wie entsteht der Energiepreis, den ich bezahle?“

Die drei Einkaufsmodelle einfach erklärt
1. Terminmarkt – fester Preis im Voraus
Der Terminmarkt ist das klassische Festpreismodell.
Dabei wird Strom oder Gas für einen zukünftigen Lieferzeitraum im Voraus eingekauft
– zum Beispiel bereits heute für die Lieferjahre 2027, 2028 oder 2029.
Dies kann zu einem einmaligen Zeitpunkt oder in mehreren Tranchen vor Lieferbeginn geschehen.
Der Kunde erhält dadurch einen festen Arbeitspreis für die vereinbarte Laufzeit.
Das schafft
Kalkulationsklarheit, denn du weißt vorher, welchen Energiepreis du pro Kilowattstunde zahlst.
Wichtig ist aber:
Ein fester Preis bedeutet nicht automatisch, dass dieser Preis auch wirtschaftlich gut oder besonders transparent ist.
Beim klassischen Terminmarkt sieht der Kunde meistens nur den fertigen Arbeitspreis.
Darin können Einkaufspreis, Risikoaufschläge, Vertriebskosten, Marge und Absicherungskosten enthalten sein.
Wie sich dieser Preis genau zusammensetzt, bleibt oft unklar.

2. Spotmarkt
Meine Spotmarkt-Angebote basieren auf dem
echten deutschen Spotmarkt und werden 1:1 weitergegeben.
Der Spotmarkt funktioniert anders als ein klassischer Festpreisvertrag.
Hier wird Energie nicht langfristig zu einem festen Preis im Voraus gekauft, sondern kurzfristig am Markt bewertet.
Meine Spotmarkt-Angebote basieren auf der echten Spotbörse Deutschland und werden 1:1 weitergegeben.
Das bedeutet:
Gas
Gas wird täglich bewertet.
Der Verbrauch wird dem jeweiligen Tagespreis zugeordnet.
Durchschnittswert 01.05.2025 – 12.05.2026: 3,672 Cent/kWh
Strom
Strom wird viertelstündlich bewertet.
Der Verbrauch wird also dem jeweiligen Börsenpreis im 15-Minuten-Zeitfenster zugeordnet.
Durchschnittswert 01.05.2025 – 16.05.2026:
8,922 Cent/kWh
Besonders spannend beim Strom:
Stunden mit Börsenpreisen bei 0 €/MWh oder darunter:
2025: 662 Stunden
01.01.2026 – 30.04.2026: bereits 192 Stunden
Diese Werte zeigen: Der Spotmarkt bietet echte Marktchancen –
vor allem dann, wenn viel Strom aus Wind und Sonne ins Netz eingespeist wird und die Nachfrage gleichzeitig niedrig ist.
In solchen Zeiten können Börsenpreise auf 0 oder sogar unter 0 fallen.
So entsteht kein künstlicher Mischpreis, sondern ein transparenter Energiepreis auf Basis des tatsächlichen Marktes.

3. Spot Plus - Kalkulationsklarheit plus Marktchancen
Spot Plus ist für viele Unternehmen der ideale Mittelweg.
Es kombiniert einen planbaren Anteil mit der Flexibilität und den Preisvorteilen des Spotmarktes.
Oder kurz gesagt:
Spot Plus kombiniert Kalkulationsklarheit und Marktchancen.
Beim Spot Plus wird ein Teil deiner Energiemenge im Voraus über ein sogenanntes Grundlastband abgesichert.
Zum Beispiel:
- Spot Plus 30
- Spot Plus 50
- Spot Plus 80
Bei
Spot Plus 50
werden zum Beispiel 50 % deiner Menge über ein Grundlastband abgesichert.
Die restlichen 50 % laufen über den Spotmarkt.
Je höher der abgesicherte Anteil, desto mehr Kalkulationsklarheit hast du.
Je höher der Spotanteil, desto stärker profitierst du von günstigen Marktphasen.
Der entscheidende Unterschied zum klassischen Terminmarkt
Beim klassischen Terminmarkt bekommst du ein fertiges Angebot mit einem festen Arbeitspreis.
Du siehst meistens nicht genau, wie sich dieser Preis zusammensetzt.
Beim Spot Plus ist das anders.
Das eingekaufte Grundlastband wird
1:1
weitergegeben.
Wenn das Grundlastband für ein Lieferjahr zum Beispiel zu
8,0 Cent/kWh
eingekauft wurde,
dann erhältst du diesen Preis für den abgesicherten Anteil ebenfalls transparent weitergegeben.
Der Rest läuft über den echten Spotmarkt.
Strom wird dabei viertelstündlich bewertet.
Gas wird täglich bewertet.
Hinzu kommen nur transparent ausgewiesene Bestandteile:
- Servicegebühr
- Marktzugangskosten
- Grundpreis
Dadurch entsteht eine klare Mischung aus festem Anteil und echter Marktteilnahme.
Ehrliche Einordnung
Spot Plus ist nicht in jedem einzelnen Monat automatisch das günstigste Modell.
Wenn der Spotmarkt extrem günstig ist, wäre ein reines Spotmodell meistens günstiger als Spot Plus.
Wenn der Spotmarkt kurzfristig steigt, wirkt der abgesicherte Anteil stabilisierend.
Genau deshalb ist Spot Plus häufig ein sinnvoller Kompromiss für Unternehmen, die beides wollen:
einen kalkulierbaren Anteil und echte Marktchancen.
Was kommt bei Spot und Spot Plus auf den 1:1 Preis dazu?
Bei meinen Spotmarkt- und Spot-Plus-Angeboten wird der jeweilige Marktpreis transparent weitergegeben.
Beim Spotmarkt ist das der echte Spotmarktpreis 1:1 nach der Spotbörse Deutschland.
Beim
Spot Plus ist es beim abgesicherten Anteil das eingekaufte Grundlastband
1:1 und
beim flexiblen Anteil der echte Spotmarktpreis
1:1.
Hinzu kommen lediglich transparent ausgewiesene Vertriebs- und Beschaffungskosten:
- Servicegebühr
- Marktzugangskosten
Der entscheidende Unterschied zum klassischen Terminmarkt:
Diese Kosten werden nicht unsichtbar in einem fertigen Arbeitspreis versteckt,
sondern klar und nachvollziehbar ausgewiesen.
Spot Plus Strom – Grundlastband

Diese Tabelle zeigt:
Beim Spot Plus wird der abgesicherte Anteil nicht in einem fertigen Mischpreis versteckt,
sondern als Grundlastband transparent ausgewiesen.
Das ist ein großer Unterschied zum klassischen Terminmarkt.
Dort sieht der Kunde meistens nur den fertigen Arbeitspreis –
aber nicht, welcher Anteil Einkauf, Risikoaufschlag, Marge oder Vertriebskosten ist.
Spot Plus Gas– Grundlastband

Auch beim Gas wird deutlich:
Das Grundlastband ist klar sichtbar und nachvollziehbar.
Der flexible Rest läuft anschließend über den echten Spotmarkt.
Dadurch entsteht bei Spot Plus die Kombination aus:
Kalkulationsklarheit durch den abgesicherten Anteil
und
Marktchancen durch den Spotanteil
Beispielrechnung Spot Plus 50/50

Was zeigen diese Beispiele?
Die Beispielrechnung zeigt nicht nur den Preis, sondern vor allem die
Logik dahinter.
Beim Spot Plus ist klar erkennbar:
- welcher Anteil aus dem Grundlastband kommt
- welcher Anteil über den Spotmarkt läuft
- welche Service- und Marktzugangskosten hinzukommen
- wie daraus der Arbeitspreis entsteht
Genau das ist der Unterschied zum klassischen Terminmarkt.
Dort steht am Ende häufig nur ein fertiger Arbeitspreis – ohne dass du wirklich siehst,
wie viel davon Einkauf, Risikoaufschlag, Marge oder Vertriebskosten sind.
Bei Spot und Spot Plus ist der Aufbau deutlich transparenter.

Wie sieht das auf der Abrechnung aus?
Am Ende zählt nicht nur, wie ein Einkaufsmodell funktioniert –
sondern auch, wie es später auf der Rechnung sichtbar wird.

Welches Modell passt zu wem?
Terminmarkt passt eher, wenn …
du unbedingt einen festen Preis möchtest, monatliche Schwankungen vermeiden willst und bereit bist,
mögliche Risikoaufschläge zu akzeptieren.
Spotmarkt passt eher, wenn …
du echte Marktpreise möchtest, transparente Preisbildung wichtig findest und
langfristig von günstigen oder sogar negativen Preisen profitieren willst.
Spot Plus passt eher, wenn …
du einen Teil deines Energiepreises kalkulierbarer haben möchtest,
aber trotzdem nicht auf die Chancen des Spotmarktes verzichten willst.
Fazit
Am Ende zählt nicht nur,
was die Kilowattstunde kostet, sondern vor allem,
wie dieser Preis entsteht.
Ein fester Preis ist nicht automatisch ein fairer Preis.
Und ein flexibler Preis ist nicht automatisch ein Risiko.
Wichtig ist, dass dein Energieeinkauf zu deinem Unternehmen passt – transparent, nachvollziehbar und marktgerecht.
Du möchtest wissen, welches Modell für dein Unternehmen sinnvoll ist?
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72 Werktagsstunden bei dir zurück.
Deine Sanny
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