Spot oder Spot Plus ab 2028?
Warum es sich lohnt, jetzt bewusst hinzuschauen | Stand: 19.03.2026

Denn die späteren Lieferjahre wirken aktuell bei Strom und Gas noch vergleichsweise ruhig.
Strom: 2028 und 2029 liegen aktuell noch unter 2027
Die aktuelle Berichterstattung rund um den Krieg im Nahen Osten, die Risiken für Energieflüsse über die Straße von Hormus und die erneute Nervosität am Gasmarkt sorgt bei vielen Unternehmen verständlicherweise für Verunsicherung. Diese Entwicklungen bleiben nicht abstrakt, sondern wirken sich spürbar auf die Preisbildung bei Strom und Gas aus.
Gerade deshalb ist es wichtig, die Lage nicht nur über Schlagzeilen wahrzunehmen, sondern die Zusammenhänge sauber einzuordnen.
Viele meiner Kunden sind mit Spot aktuell sehr gut aufgestellt. Und das hat seinen Grund. Wer Spot langfristig betrachtet, sieht trotz einzelner Ausschläge immer wieder, dass sich dieses Modell preislich lohnt. Gerade deshalb geht es nicht darum, Spot grundsätzlich infrage zu stellen.
Vielmehr geht es um eine andere Frage:
Wie möchtest du für die Lieferjahre ab 2028 aufgestellt sein?
Denn während die Märkte insgesamt unter Spannung stehen, zeigen die späteren Lieferjahre bei Strom und Gas aktuell noch ein vergleichsweise ruhiges Preisniveau. Genau daraus ergibt sich eine Überlegung, die man nicht hektisch, sondern bewusst treffen sollte:
Bleibst du auch für die Folgejahre vollständig im Spot?
oder
möchtest du dir mit Spot Plus für einen Teil deiner Mengen zusätzliche Planbarkeit sichern?
Worum es im Kern geht
Es geht nicht um die abstrakte Frage, welches Modell theoretisch besser ist.
Entscheidend ist vielmehr, welches Modell besser zu deinem Unternehmen, deinem Sicherheitsbedürfnis und deinem Umgang mit Marktbewegungen passt.
Wenn du mit Schwankungen gut leben kannst und dich mit Spot wohlfühlst, kann Spot auch für die Zukunft genau die richtige Wahl sein.
Wenn du dir für die Folgejahre ein preisliches Gegengewicht wünschst, ohne komplett auf die Chancen des Spotmarkts zu verzichten, dann kann Spot Plus die passendere Lösung sein.
Beides kann richtig sein.
Wichtig ist, dass die Entscheidung bewusst getroffen wird.
Spot und Spot Plus – einfach erklärt
Spot
Beim Spot läuft deine Energie direkt am Markt mit.
Das bedeutet:
- du bleibst maximal marktnah
- du profitierst unmittelbar von günstigeren Marktphasen
- musst aber auch damit leben können, dass es politisch bedingt zeitweise teurere Monate geben kann
Wer dieses Modell versteht und sich damit wohlfühlt, ist mit Spot nach wie vor sehr gut aufgestellt. Langfristig betrachtet zeigt Spot immer wieder, dass es sich preislich lohnt.
Spot Plus
Spot Plus verbindet Flexibilität mit zusätzlicher Planbarkeit.
Ein Teil deiner Menge wird vorab über einen Bandeinkauf abgesichert.
Der restliche Teil bleibt im Spot und läuft weiter marktnah mit.
Das bedeutet:
- ein Teil deiner Menge gibt dir mehr preisliche Ruhe
- der andere Teil bleibt flexibel
- und du behältst weiterhin die Chance, von fallenden Spotpreisen zu profitieren
Du kannst dabei wählen, wie viel du absichern möchtest:
- 30 %
- 50 %
- 80 %
Wichtige Einordnung vorab
Wenn ich in diesem Artikel von
Spot oder
Spot Plus
spreche, meine ich immer die Modelle, wie ich sie anbiete.
Das ist wichtig, weil Spot- und Mischmodelle je nach Versorger und Vertragsstruktur sehr unterschiedlich aufgebaut sein können. Meine Aussagen und Zahlen lassen sich deshalb nicht automatisch auf jedes Produkt am Markt übertragen.
Die Grundlage meiner Modelle ist
EPEX / EEX Deutschland.
Das bedeutet:
Der Kunde bekommt diese Marktpreise beziehungsweise Bandpreise auch genau in dieser Form weitergegeben – transparent und nachvollziehbar.
Genau deshalb ist es wichtig, Produkte nicht nur nach dem Namen zu beurteilen, sondern nach der tatsächlichen Struktur dahinter.
Wichtig für RLM-Strom-Kunden
Auch bei Spot Plus steht bei RLM-Strom-Kunden nicht das ganze Jahr derselbe Energiepreis auf der Abrechnung.
Der Arbeitspreis verändert sich monatlich, weil der Spotanteil weiter mit dem Markt läuft. Hinzu kommt der anteilige Bandpreis der abgesicherten Menge.
Damit ergibt sich auf der Monatsabrechnung ein Arbeitspreis, der aus zwei Bestandteilen besteht:
- dem Spotpreis des jeweiligen Monats
- dem anteiligen Bandpreis der abgesicherten Menge
Genau dieser abgesicherte Anteil wirkt dann als preisliches Gegengewicht, wenn der Spotmarkt in einzelnen Monaten stärker anzieht.
Warum gerade jetzt ein Blick auf 2028 und 2029 sinnvoll ist
Die Märkte sind aktuell politisch unruhig.
Beim Gas ist dieser Effekt besonders deutlich zu sehen.
Der Strommarkt reagiert mit, zeigt sich insgesamt jedoch robuster.
Zur aktuellen Einordnung:
Der durchschnittliche Spotpreis im Zeitraum
01.03.2025 bis 18.03.2026
liegt aktuell bei rund
8,73 ct/kWh für Strom und
3,58 ct/kWh für Gas.
Klassische Terminmarktangebote fallen derzeit in der Regel deutlich höher aus.
Vor allem beim Strom zeigt sich dabei immer wieder, dass eine hohe Einspeisung aus Sonne und Wind den Spotpreis spürbar entlasten kann.
Für die kommenden Lieferjahre ist dabei vor allem interessant, dass die Jahre 2028 und 2029 aktuell sowohl bei Strom als auch bei Gas noch vergleichsweise ruhig wirken.
Wichtig dabei:
Die folgenden Werte sind
Bandpreise, die bei Spot Plus für den abgesicherten Anteil
1:1 weitergegeben werden.
Sie sind
nicht
mit klassischen Terminmarktangeboten gleichzusetzen.
Reine Terminmarktangebote fallen in der Praxis meist höher aus, weil dort häufig zusätzliche
Risikoaufschläge eingerechnet werden.
Bandpreise zum Stand 16.03.2026
| Lieferjahr | Strom | Gas |
|---|---|---|
| 2027 | 9,27 ct/kWh | 4,00 ct/kWh |
| 2028 | 7,46 ct/kWh | 2,92 ct/kWh |
| 2029 | 6,98 ct/kWh | 2,56 ct/kWh |
Was sofort auffällt:
2028 und 2029 liegen aktuell sowohl bei Strom als auch bei Gas noch spürbar unter 2027.
Ein ähnliches Bild zeigte sich auch in den Vormonaten
Strom
Einkauf 16.02.2026: 2027 bei 7,69 ct/kWh, 2028 bei 7,18 ct/kWh, 2029 bei 6,98 ct/kWh
Einkauf 15.01.2026: 2027 bei 8,76 ct/kWh, 2028 bei 8,22 ct/kWh, 2029 bei 7,79 ct/kWh
Gas
Einkauf 16.02.2026: 2027 bei 2,84 ct/kWh, 2028 bei 2,49 ct/kWh, 2029 bei 2,30 ct/kWh
Einkauf 15.01.2026: 2027 bei 2,71 ct/kWh, 2028 bei 2,53 ct/kWh, 2029 bei 2,42 ct/kWh
Damit zeigt sich nicht nur an einem einzelnen Tag, sondern auch im Verlauf der letzten Monate:
Die späteren Lieferjahre 2028 und 2029 wirken aktuell sowohl bei Strom als auch bei Gas noch vergleichsweise entspannt.
Warum der klassische Terminmarkt für mich keine überzeugende Lösung ist
Der klassische Terminmarkt wirkt auf den ersten Blick planbar: fester Preis, klare Laufzeit, scheinbare Sicherheit.
In der Praxis sehe ich das differenzierter.
Zum einen sind klassische Terminmarktmodelle häufig mit deutlichen Risikoaufschlägen bepreist.
Zum anderen haben die vergangenen Krisen gezeigt, dass vermeintliche Sicherheit nur dann etwas wert ist, wenn der Versorger auch in angespannten Marktphasen wirklich stabil bleibt.
Genau deshalb setze ich bewusst auf transparente Modelle wie Spot und Spot Plus und auf Versorger, die auch in schwierigen Marktphasen gezeigt haben, dass sie belastbar und verlässlich arbeiten.
Für mich ist dabei entscheidend:
- eine ehrliche Preisstruktur
- nachvollziehbare Kosten
- und ein Versorger, der auch dann trägt, wenn der Markt unter Druck gerät
Was heißt das für deine Entscheidung?
Am Ende geht es weniger um die Frage, welches Modell theoretisch überlegen ist, sondern darum, welches Modell besser zu deinem Unternehmen und deinem persönlichen Umgang mit Marktschwankungen passt.
Spot kann die richtige Lösung für dich sein, wenn …
- du mit Spot zufrieden bist
- du Marktbewegungen aushalten kannst
- du langfristig weiter auf die Vorteile des Spotmarkts setzen willst
- du kein zusätzliches Sicherheitsgefühl brauchst, um ruhig zu bleiben
Dann ist Spot absolut stimmig.
Und dann gibt es auch keinen Grund, daran etwas zu verändern.
Spot Plus kann die passendere Lösung für dich sein, wenn …
- du dir für die Folgejahre ein preisliches Gegengewicht wünschst
- du nicht alles offen lassen möchtest
- du trotzdem nicht komplett aus dem Spot heraus willst
- du dich mit einem abgesicherten Anteil einfach wohler fühlst
Dann kann Spot Plus die sinnvollere Ergänzung sein.
Mein Fazit
Spot hat sich langfristig als starkes Modell bewiesen.
Wer damit gut fährt und sich mit der Marktnähe wohlfühlt, kann für die kommenden Jahre guten Gewissens im Spot bleiben.
Spot Plus ist die passende Lösung für Unternehmen, die sich für die Folgejahre bewusst mehr Planbarkeit sichern möchten, ohne die Chancen des Spotmarkts vollständig aufzugeben.
Gerade weil 2028 und 2029 aktuell noch vergleichsweise ruhig wirken, lohnt es sich, diese Entscheidung jetzt bewusst zu treffen.
Wenn für dich klar ist, dass Spot weiterhin passt, dann bleib dabei.
Wenn du bis 2029 bewusst Spot Plus umsetzen möchtest, dann lass uns das gemeinsam in die Wege leiten.
Schreib mir einfach kurz, was sich für dich stimmig anfühlt:
Spot weiterlaufen lassen oder Spot Plus bis 2029 umsetzen.
Nachricht an:
hello@sanny.rocks
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Deine Energie Agentin Sanny

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